Am 8. März ist Internationaler Frauentag

Am 8. M√§rz ist Internationaler FrauentagMehr als 100 Jahre ist es her, dass Frauen in Deutschland, D√§nemark, √Ėsterreich-Ungarn und der Schweiz erstmals gleichzeitig f√ľr ihre Rechte auf die Stra√üe gegangen sind. Sie k√§mpften schon damals f√ľr Gleichberechtigung, Frauenwahlrecht und Emanzipation. Seit 1921 wird der Internationale Frauentag, auch Weltfrauentag genannt, jedes Jahr am 8. M√§rz gefeiert.

 

In Deutschland war ein wichtiges Etappenziel der Bewegung schon fr√ľh erreicht: Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung am 19. Januar 1919 nahmen Frauen erstmals als W√§hlerinnen wie auch als Kandidatinnen beziehungsweise Gew√§hlte teil. Heute haben Frauen gleiche Rechte wie M√§nner und genie√üen eine bessere Ausbildung als jede Generation vor ihnen. Doch im Berufsleben gibt es noch immer gravierende Unterschiede. So verdienen Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als ihre m√§nnlichen Kollegen. Auf der Karriereleiter kommen sie, nicht nur aufgrund von Zeiten der Kindererziehung, langsamer voran, und im Topmanagement sind sie immer noch deutlich in der Unterzahl.

 

Und das ist noch nicht alles: Frauen arbeiten h√§ufiger in Teilzeit und entscheiden sich f√ľr Berufe, die zwar gesellschaftlich wertvoll, finanziell aber weniger eintr√§glich sind, zum Beispiel als Erzieherin, Grundschullehrerin oder Altenpflegerin. Geringere Einkommen, unterbrochene Erwerbsbiografien und schlechtere Aufstiegschancen – das alles hat auch Konsequenzen f√ľr die Altersversorgung von Frauen. Heute erhalten Rentnerinnen aus den alten Bundesl√§ndern mit 622 Euro im Monat deutlich weniger Altersrente als ihre ehemaligen Kollegen. Die bekommen im Durchschnitt 1.095 Euro monatlich. Altersarmut ist weiblich – noch immer.

 

Frauen sind gut beraten, sich fr√ľhzeitig um ihre eigene Versorgung zu k√ľmmern. Statt eines Minijobs sollten sie eine sozialversicherungspflichtige Besch√§ftigung anstreben. Ein kleines Einkommen darf keine Entschuldigung f√ľr fehlende Vorsorge sein. Riesterrente und Riester-Sparplan bieten die Chance, schon mit wenig Eigenbeitrag eine zus√§tzliche Altersvorsorge aufzubauen. Berufst√§tige Frauen sollten zudem auf eine Betriebsrente setzen. Darauf haben sie, ebenso wie M√§nner, sogar einen Rechtsanspruch. H√§ufig beteiligt sich die Firma am Beitrag. Ob in einer Beziehung oder nicht: Die eigene Arbeitskraft ist wertvoll und muss ebenfalls abgesichert werden, beispielsweise mit einer Berufsunf√§higkeitsversicherung. Einige Tarife verbinden dies √ľbrigens auch mit Versicherungsschutz im Pflegefall. Das beginnt bereits damit, statt eines Minijobs m√∂glichst eine sozialversicherungspflichtige Besch√§ftigung einzugehen.

 



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