Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Grundsätzlich gibt es in Deutschland die Möglichkeit, sich gesetzlich oder privat krankenversichern zu lassen. Für den Versicherungsschutz spielen viele persönliche Faktoren eine Rolle. Eine Entscheidung sollte sorgfältig getroffen werden, da sie sich nachhaltig auf die zukünftige finanzielle Situation auswirkt.

Welche Krankenversicherung ist also die richtige? Wie unterscheiden sich die einzelnen Anbieter, welche Leistungen kann man erwarten, welche Aufnahmekriterien gelten?

Vorteile der Privaten

Die private Krankenversicherung bietet Ihnen ein Leistungsspektrum, das - je nach Tarif - oft über das Mindestniveau der gesetzlichen Kassen hinausgeht.

Erstes wichtiges Plus: die bevorzugte Behandlung durch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte. Schließlich beteiligen sich Privatversicherer in der Regel mit deutlich höheren Sätzen an medizinischen Leistungen als die gesetzlichen Kassen. Freie Arztwahl, volle Kostenerstattung und Vorzugsbehandlung bei Klinikaufenthalten sind nur einige Vorteile der privaten Versicherung. 

Die Höhe Ihres Beitrags können Sie in der Privaten durch Wahl eines individuellen Leistungspakets selbst beeinflussen. Für viele - insbesondere für Singles, Kinderlose und Gutverdiener - ist der private Gesundheitsschutz sogar deutlich preiswerter als die gesetzliche Pflichtversicherung. Bereits jeder zehnte Deutsche besitzt daher auch schon eine private Krankenversicherung.

Wer darf sich versichern?

Selbständige, Arbeitnehmer und Beamte
Privat krankenversichern können Sie sich als Selbstständiger oder Freiberufler - unabhängig von der Höhe Ihres Einkommens.

Als Arbeitnehmer dürfen Sie in die Private wechseln, sofern Ihr jährliches Bruttoeinkommen 1 Jahr lang über der Versicherungspflichtgrenze von 64.350 Euro liegt (das entspricht 5.362,50 Euro im Monat; Stand 2022).

Auch Beamte und andere Beihilfeberechtigte, z. B. Richter oder Abgeordnete, sind in der Regel privat krankenversichert.

Die Private ist oft günstiger
Die private Krankenversicherung kann schon für Berufstätige mit durchschnittlichem Einkommen günstiger sein als die Gesetzliche. Ein klarer finanzieller Vorteil ergibt sich fast immer für gut verdienende Singles und kinderlose Ehepaare, die voll berufstätig sind. Selbstständige Unternehmer und Freiberufler müssen ohnehin eigenverantwortlich für ihre Absicherung sorgen.

Leistungen der Privaten

Das Leistungsspektrum der Privaten ist erheblich umfangreicher als das der gesetzlichen Kassen - durch Wahl des passenden Tarifs können Sie selbst über den Leistungsumfang Ihres Vertrags entscheiden.

Bevorzugte Behandlung
Ein wichtiges Plus der privaten Krankenversicherung ist die bevorzugte Behandlung durch niedergelassene Ärzte und Zahnärzte - schließlich erstatten Privatversicherer für medizinische Leistungen in aller Regel höhere Sätze als die gesetzlichen Kassen.

Hochwertige Leistungen
Als Privatpatient genießen Sie je nach gewähltem Tarif noch viele weitere Vorteile. Dazu gehören die freie Arztwahl, volle Kostenerstattung auch für alternative oder sehr teure Behandlungsmethoden, Zuzahlungsfreiheit bei Medikamenten oder die Behandlung durch Heilpraktiker. Private Krankenversicherer erstatten außerdem die Kosten für Zahnbehandlungen bis zu 100 Prozent - auch für Implantate und andere hochwertige Zahnersatz-Lösungen.

In der Klinik genießen Sie je nach vereinbartem Tarif Chefarztbehandlung, Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und freie Krankenhauswahl.

Kosten der Privaten

Sie bestimmen den Beitrag
Die Höhe der Beiträge in der privaten Krankenversicherung ist abhängig vom gewählten Leistungspaket - vom günstigen Mindesttarif für junge Selbstständige bis hin zum umfassenden Top-Tarif für Anspruchsvolle.

Der Beitrag richtet sich außerdem nach Alter und Vorerkrankungen des Versicherten sowie der gewünschten Selbstbeteiligung. In der Privatversicherung können Sie kräftig sparen, wenn Sie bereit sind, jährlich einen bestimmten Betrag Ihrer Krankheitskosten selbst zu übernehmen.

Außerdem gilt: Wer seinen Versicherer ein Jahr lang keinen Cent kostet, erhält oft ein bis drei Monatsbeiträge zurück.

Gesundheitscheck beim Arzt
Bevor Sie den Vertrag abschließen, müssen Sie meist einen detaillierten Fragebogen zu Vorerkrankungen und möglichen Gesundheitsrisiken ausfüllen. Manchmal wird auch ein Gesundheits-Check beim Arzt fällig.

Wichtig: Machen Sie beim Ausfüllen des Fragebogens und beim Arztbesuch keine falschen Angaben - das kann im Ernstfall den Versicherungsschutz kosten.

Die Richtige finden

Wenn Sie sich entschlossen haben, in die private Krankenversicherung zu wechseln, stehen Sie einer Vielzahl von Anbietern mit einer großen Zahl von Produkten und Tarifen gegenüber.

Der Online-Abschluss einer privaten Krankenversicherung ohne fachkundige Beratung ist allerdings nicht zu empfehlen: Das Thema ist komplex, es gilt viele Details zu beachten.

Thema Beitragsentwicklung

Wegen der ständig wachsenden Kosten im Gesundheitswesen ist nicht auszuschließen, dass auch in der privaten Krankenversicherung die Beiträge weiter steigen. Das kann zur finanziellen Belastung werden, wenn Sie als Ruheständler nicht mehr über ein gleich hohes Einkommen verfügen wie zur Zeit Ihrer Berufstätigkeit.

Aus diesem Grund werden zehn Prozent der Beiträge aller privat Krankenversicherten zwischen 21 und 60 Jahren einer besonderen Altersbeitragssicherung zugeführt - so ist gewährleistet, dass Ihre Beiträge auch später relativ stabil bleiben.

Wenn Sie im Ruhestand sparen wollen, können Sie ab 65 außerdem in einen preiswerten Standardtarif wechseln, der mindestens die Leistungen einer gesetzlichen Kasse bietet - oder Sie verzichten auf einzelne Angebote wie etwa die Chefarztbehandlung oder das Klinik-Einzelzimmer und halten Ihren Beitrag auf diese Weise günstig.

Rückkehr in die Gesetzliche

Bei sinkendem Einkommen ist die Rückkehr möglich
Wenn Sie aus einer gesetzlichen Kasse in die Private gewechselt sind, können Sie nicht ohne weiteres wieder zurück - der Gesetzgeber will vermeiden, dass Sie in jungen Jahren von den niedrigen Beitragssätzen der privaten Krankenversicherer profitieren und mit einem Wechsel im Alter steigende Beiträge vermeiden.

Eine Wiederaufnahme in die Gesetzliche ist nur möglich, wenn Ihre Einkünfte dauerhaft unter die Versicherungspflichtgrenze von 64.350 Euro (Stand 2022) sinken. Wenn Sie allerdings älter als 55 Jahre sind, müssen Sie weiter in der Privaten bleiben.

Zurück auch bei Arbeitslosigkeit
Wenn Sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht ganz befreien lassen, führt kein Weg mehr zurück in die gesetzlichen Kassen - eine solche Befreiung ist auf Antrag möglich, wenn Sie in der Privaten bleiben wollen, obwohl Ihre Einkünfte unter die Versicherungspflichtgrenze gesunken sind.

Einzige Ausnahme: Arbeitslosigkeit. Wer sich arbeitslos meldet, wird von der Arbeitsbehörde in der Regel wieder gesetzlich versichert. Grundsätzlich sollte der Wechsel zurück in eine gesetzliche Kasse aber gut überlegt sein, denn damit gehen die Altersrückstellungen verloren, die Ihre private Krankenversicherung für Sie gebildet hat.


Die private Krankenversicherung (PKV) im Vergleich

Mit Hilfe des Onlinerechner haben Sie folgende Vorteile

 berechnen und vergleichen

 übersichtlicher Marktüberblick

 schneller Bearbeitung

 

Beitrag berechnen!

Berechnen Sie in wenigen Schritten Ihren individuellen Tarif der privaten Krankenversicherung.

Jetzt PKV vergleichen!

 


Krankentagegeld

Krankentagegeld schützt auch nach Ende der Lohnfortzahlung 

hier informieren

Anfrage stellen

Ihr Geburtsdatum:

PKV-Vorurteile im Faktencheck: Ja, aber… Die fünf häufigsten Mythen über die private Krankenversicherung

PKV-Vorurteile im Faktencheck: Ja, aber… Die fünf häufigsten Mythen über die private Krankenversicherung

Zu teuer, im Alter unbezahlbar, überflüssig – die Vorurteile gegenüber der privaten Krankenversicherung (PKV) sind so alt wie das duale System selber. Doch was ist wirklich dran an solchen Behauptungen? Hier finden Sie Antworten auf die fünf häufigsten Vorurteile.

Vorurteil 1: Die Leistungen der gesetzlichen Kassen reichen doch aus

Fakt ist: Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind für alle Mitglieder zum größten Teil identisch und im Sozialgesetzbuch V geregelt. Danach müssen die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein und dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Die GKV garantiert also die medizinische Grundversorgung, wobei Leistungen im Rahmen von Gesetzesänderungen gekürzt oder gestrichen werden können. Wer mehr möchte, muss eine private Zusatzversicherung abschließen.

Im Gegensatz dazu überlässt die private Krankenversicherung ihren Versicherten selbst die Entscheidung darüber, wie sie sich im Einzelfall behandeln lassen wollen. Vielfach werden dabei bereits Kosten für neue Behandlungsmethoden übernommen, die in der GKV noch gar nicht vorgesehen sind. Privatversicherte profitieren in der Regel außerdem von höheren Zahnleistungen oder einer Chefarztbehandlung im Krankenhaus. Ein weiterer Vorteil: Die vertraglich vereinbarten Leistungen bleiben die ganze Zeit über gleich und können nicht eingeschränkt werden. Die Beiträge richten sich unter anderem nach Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn und dem gewählten Tarif. Durch die Wahl eines Selbstbehalts (Selbstbeteiligung) lassen sich die monatlichen Kosten reduzieren.

Vorurteil 2: Die Beiträge in der PKV steigen ständig

Fakt ist: Es ist zwar richtig, dass viele PKV-Anbieter für 2022 eine Beitragserhöhung angekündigt haben. Im Schnitt sollen die Kosten um 4,1 Prozent steigen. Im Beitragsvergleich mit der GKV schneidet die PKV jedoch nach wie vor sehr gut ab. Laut PKV-Spitzenverband lagen die Beitragseinnahmen in der PKV zwischen 2012 und 2022 je Versichertem bei durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr. In der GKV liegt der Wert bei 3,3 Prozent.

Anders als vielfach angenommen, dürfen Versicherer die PKV-Beiträge auch nicht nach Gutdünken erhöhen. Dazu gibt es gesetzliche Regelungen. Eine Beitragsanpassung darf nur erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um einen bestimmten Prozentsatz höher liegen als ursprünglich kalkuliert. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Prozentsatz von maximal 10 Prozent. In manchen Tarifen ist vertraglich ein niedrigerer Schwellenwert vereinbart. Ob eine entsprechende Abweichung vorliegt, kontrolliert ein unabhängiger Treuhänder.

Jede Krankenversicherung, egal ob gesetzlich oder privat, ist von den steigenden Gesundheitskosten betroffen und muss früher oder später ihre Beiträge anpassen. Man spricht von einer medizinischen Inflation: Die Lebenserwartung der Menschen steigt beständig. Hinzu kommen die immer besseren Behandlungsmöglichkeiten. Die medizinische Inflation beträgt inzwischen etwa 5 bis 6 Prozent pro Jahr. Die Beitragssteigerungen in der PKV liegen jedoch häufig darunter.

Vorurteil 3: Im Alter sind die Prämien nahezu unbezahlbar

Fakt ist: Die PKV wird nicht teurer, weil der Versicherungsnehmer älter wird. Vielmehr ist das bereits in den heutigen Beiträgen einkalkuliert. Alle, die ab dem Jahr 2000 in die PKV gekommen sind, zahlen einen sogenannten gesetzlichen Zuschlag, dessen angesparte Summe ihnen im Alter wieder zugute kommt und ihre Beiträge dämpft. Dieser Zuschlag verteuert den jeweiligen Monatsbeitrag zunächst um 10 Prozent. Ab dem 60. Lebensjahr muss der Zuschlag nicht länger gezahlt werden, dann verringert sich automatisch der Monatsbeitrag entsprechend. Auch die meisten Privatversicherten, die schon vor 2000 in der PKV waren, haben ihre Verträge um diese Vorsorge ergänzt.

Mit Renteneintritt entfallen außerdem die Beiträge für das Krankentagegeld, die für viele Versicherte einen größeren Teil des Monatsbeitrags ausmachen. Im Fall der Fälle ist es zudem möglich, in einen günstigeren Tarif zu wechseln, ohne dass die Altersrückstellungen verloren gehen.

Vorurteil 4: PKV ist für Familien ungeeignet

Fakt ist: Eine beitragsfreie Familienversicherung wie es sie in der GKV gibt, sehen die Tarife der privaten Anbieter nicht vor. Dennoch kann dieses Vorurteil entkräftet werden. Denn zum einen bietet die PKV Kindern ebenfalls mehr Leistungen an als sie in der gesetzlichen Absicherung vorhanden sind. Zum anderen gibt es zunehmend Tarife mit Leistungsbausteinen für die Familie, wie Beitragsfreiheit oder Beitragsrückerstattungen in der Elternzeit. Zudem erhalten Beamte für die Absicherung ihrer Sprösslinge ebenfalls eine Beihilfe ihres Dienstherrn. Hinzu kommt: Auch in der GKV muss sich eine Ehepartner selbst versichern, sobald er mehr als geringfügig beschäftigt ist.

Vorurteil 5: Ein Wechsel zurück in die GKV ist nicht möglich

Fakt ist: Das stimmt nicht in jedem Fall. Allerdings ist ein häufiger Wechsel zwischen den Systemen nicht so einfach und auch nicht gewollt. Es soll so unterbunden werden, dass beispielsweise junge Menschen von den umfangreicheren Leistungen der PKV zu günstigeren Konditionen profitieren und später, wenn sie älter und meist kränker sind und höhere Kosten verursachen, die Solidargemeinschaft der GKV belasten. Ein Wechsel für Menschen ab 55 Jahren ist daher tatsächlich nahezu unmöglich.

Sobald jedoch ein versicherungspflichtiges Einkommen erzielt wird, das unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (64.350 Euro für 2022) liegt, kann ein Beschäftigter in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Angestellter nicht mehr Voll-, sondern Teilzeit arbeitet.


Private Krankenversicherung kostengünstig gestalten

Private Krankenversicherung kostengünstig gestalten

Vorzugsbehandlung beim Arzt, volle Erstattung für Medikamente, Anspruch auf modernste Behandlungsmethoden – Privatversicherte sind oft besser dran als Kassenkunden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den privaten Gesundheitsschutz preisgünstig zu halten. Wer die Kosten seiner privaten Krankenversicherung senken will, kann beim Versicherer anfragen, welche kostengünstigeren Parallel-Tari...mehr ]


Privat oder gesetzlich?: So können Eltern ihr Kind krankenversichern

Privat oder gesetzlich?: So können Eltern ihr Kind krankenversichernMit fortschreitender Schwangerschaft kümmern sich Mutter und Vater zunehmend darum, was das Baby braucht, wenn es auf der Welt angekommen ist. Das Kinderzimmer wird liebevoll eingerichtet, die ersten Strampler, Bodys, Spielzeuge gekauft. Oft muss schon ein Betreuungsplatz in der Kinderkrippe angemeldet werden. Da alle Untersuchungen während der Schwangerschaft durch die Krankenversicherung der Mutter abgedeckt sind, gehört die Krankenversicherung des Kindes oftmals nicht zu den Dingen, die ganz oben auf der To-do-Liste der werdenden Eltern stehen. Dabei ist das Thema wichtig und sollte möglichst rechtzeitig vor der Geburt oder einer Adoption überlegt werden.

Eltern können für ihr Kind wählen

Je nach Status der Eltern kann oder muss das Kind gesetzlich oder privat krankenversichert werden. Wenn beide Eltern privat versichert sind, ist die Sache klar. Auch das Kind kommt in die private Krankenversicherung. Es kann nicht über die beitragsfreie Familienversicherung einer Krankenkasse versichert werden. Für Kinder von Beamten gibt es ebenfalls die Beihilfe. Etwas anders sieht es aus, wenn beide Eltern Mitglieder eine Krankenkasse sind. In dieser Konstellation bekommt ihr Nachwuchs automatisch die Familienversicherung. Im Gegensatz zu der Variante, wenn beide Eltern privat versichert sind und dadurch keine Wahl besteht, können gesetzlich versicherte Eltern ihr Kind auch in der privaten Krankenversicherung unterbringen. Der Verband der Privaten Krankenversicherung weist interessierte Mütter und Väter darauf hin, dass viele Krankenversicherer Tarife ab Geburt anbieten, auch wenn die Eltern nicht dort versichert sind. Zur Festlegung des Beitrages wird in diesem Fall die Gesundheit des Kindes geprüft. Ebenfalls eine Wahlmöglichkeit besteht, wenn ein Elternteil gesetzlich und das andere privat versichert ist. Für das Kind kann zwischen beiden Absicherungen gewählt werden. Verdient der privat Krankenversicherte Elternteil jedoch mehr als der gesetzlich versicherte und liegt das Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2020: 62.550 Euro) fällt die beitragsfreie Familienversicherung flach. Es muss ein Beitrag gezahlt werden. Das gilt jedoch nur, wenn die Eltern verheiratet sind.

In der PKV gilt die Kindernachversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Im ersten Fall, wenn beide Eltern privat versichert sind, gilt, dass Neugeborene innerhalb von zwei Monaten nach der Entbindung beim gleichen Versicherer angemeldet werden können – ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung. Der Elternteil, bei dem das Kind versichert werden soll, muss mindestens drei Monate bei dem Versicherer versichert sein. Grundlage dieser Regelung ist die sogenannte Kindernachversicherung. Für Versicherer besteht ein Kontrahierungszwang. Sie verpflichten sich, das Baby analog dem Leistungsumfang ihrer Eltern zu versicherung. Das heißt, der Leistungsumfang kann nicht höher sein als der des Vaters oder der Mutter. Der Selbstbehalt kann gegebenenfalls niedriger sein. Hier sehen die Versicherer keinen höheren Leistungsumfang.

Kinder können mit Gesundheitsprüfung auch höher versichert werden

Sollte ein höherer Versicherungsschutz gewünscht werden, ist das möglich. Jedoch muss dafür der Gesundheitszustand des Kindes geprüft werden. So oder so ist es empfehlenswert, sich rechtzeitig beim Versicherer zu informieren. Auch bei einer Adoption gilt die Nachversicherungspflicht. Hier muss die Anmeldung innerhalb von zwei Monaten nach dem rechtskräftigen Adoptionsbeschluss beim Krankenversicherer der Adoptiveltern erfolgen. Allerdings gibt es insofern eine Abweichung zu leiblichen Kindern, als dass hier ein Risikozuschlag bei Vorerkrankungen oder einer Behinderung von höchstens 100 Prozent erhoben werden kann.

Angebot und Vergleich anfordern!

Wir erstellen Ihnen gerne ein Vergleichsangebot.