Privathaftpflichtversicherung

Privathaftpflichtversicherung

Wer anderen Schaden zufügt

Auch ein leichtes Versehen wie z.B. ein Vorfahrtsfehler beim Fahrradfahren oder eine unachtsam weggeworfene Zigarette kann Folgeschäden in Millionenhöhe verursachen. Insbesondere, wenn Personen zu Schaden kommen, können die Schadensersatzforderungen den finanziellen Ruin des Verursachers bedeuten. Eine Begrenzung nach oben gibt es nicht. Die private Haftpflichtversicherung ist ein Muss für jedermann.

 

Die Grundlagen

Ob aus Leichtsinn, Missgeschick oder Vergesslichkeit - wenn Sie einen Schaden verursachen, müssen Sie dafür gerade stehen.

Der Geschädigte hat ein gesetzliches Recht auf angemessenen finanziellen Schadensersatz. Dazu gehören die Kosten für Wiederherstellung oder Ersatz beschädigter Gegenstände, außerdem Folgekosten wie etwa ein Nutzungsausfall.

Sind Menschen verletzt, fallen Behandlungskosten und Verdienstausfall an. Oft hat der Verletzte Anspruch auf Schmerzensgeld, bei bleibenden Gesundheitsschäden sogar auf eine lebenslange Rente.

Sie haften mit Ihrem ganzen Vermögen
Nicht alle Fälle einer privaten Haftung sind so harmlos wie das beim Fußballspielen zerschossene Fenster oder der Rotweinfleck auf dem Teppich des Nachbarn. Der entstandene Schaden kann so hoch sein, dass er Ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet.

Als Verursacher haften Sie mit Ihrem ganzen Vermögen, mit Haus- und Grundbesitz, mit Bankguthaben, Lohn und Gehalt. Sogar auf eine spätere Erbschaft kann im Ernstfall zugegriffen werden.

Leistungsumfang

Die Haftpflichtversicherung schützt Sie und Ihre Familie vor möglicherweise ruinösen Schadensersatzansprüchen. Der Versicherer prüft zunächst, ob und in welcher Höhe Sie zum Schadensersatz verpflichtet sind. Wenn der Anspruch begründet ist, zahlt er den Schadensersatz, also die Wiedergutmachung in Geld.

Übrigens: die Privathaftpflicht schützt Sie auch als Immobilieneigentümer gegen Schäden, die von Ihrem Haus ausgehen, solange Sie es selbst bewohnen. Auch Ehepartner und Kinder sind selbstverständlich mitversichert. Zudem gilt die private Haftpflichtversicherung auch während vorübergehender Auslandsaufenthalte.

Abwehr unbegründeter Ansprüche
Gegebenenfalls wehrt der Versicherer unbegründete Schadensersatzansprüche ab. Kommt es darüber zum Rechtsstreit mit demjenigen, der den Schadensersatzanspruch stellt, führt Ihr Haftpflichtversicherer den Prozess und trägt die Kosten. Die Haftpflichtversicherung bietet also auch eine Art Rechtsschutz bei unberechtigten Haftungsansprüchen. Geldstrafen sind nicht versichert.

Die Privathaftpflicht zahlt allerdings nicht für Schäden, die sich die in einem Vertrag gemeinsam Versicherten gegenseitig zufügen. Ebenso ausgeschlossen sind absichtlich herbeigeführte Schäden, Geldstrafen und Bußgelder, reine Vertragsverpflichtungen wie die Rückzahlung von Darlehen oder Schäden durch den Gebrauch von Kraftfahrzeugen - hierfür gibt es die KFZ-Haftpflichtversicherung, die jeder Halter eines Kraftfahrzeuges abschließen muss.

Wer ist versichert?

Die Haftpflichtversicherung schützt zunächst den Versicherungsnehmer selbst - er ist Vertragspartner mit allen Rechten und Pflichten. Auch die Familienmitglieder des Versicherungsnehmers, Ehepartner und Kinder, sind durch die private Haftpflichtversicherung geschützt.

Selbst, wenn keine Ehe geschlossen wurde, kann der Versicherungsschutz auf den Lebenspartner erweitert werden. Dafür muss der Name des Partners in den Vertrag aufgenommen werden.

Lückenloser Schutz
Der Haftpflichtschutz erstreckt sich sogar auf Haushalts- und Gartenhilfen sowie Babysitter. Kommt beispielsweise ein Nachbar durch Nachlässigkeit Ihres Babysitters während seiner Tätigkeit zu Schaden, zahlt in der Regel Ihre Haftpflichtversicherung.

Stirbt der Versicherungsnehmer, besteht der Haftpflichtschutz für die Angehörigen bis zur nächsten Prämienfälligkeit weiter. Zahlt der überlebende Partner die nächste Prämie, wird er automatisch Vertragspartner, der Versicherungsschutz läuft dann lückenlos weiter.

Thema Kosten

Versicherungen kosten Geld - doch wer auf eine Privathaftpflichtversicherung verzichtet, geht ein hohes Risiko ein. Denn Missgeschicke oder Unfälle lassen sich weder voraussehen noch vermeiden.

Wer in solchen Fällen nicht auf seiner Schadensersatzpflicht sitzen bleiben will, braucht einen guten Haftpflichtschutz. Eine private Haftpflichtversicherung für Sie und Ihre Familie mit dem branchenüblichen Leistungsumfang ist schon für einen Jahresbeitrag von unter hundert Euro zu haben.

Typische Schadensfälle

Das private Haftpflichtrisiko wird oft unterschätzt - oft reicht eine kleine Unaufmerksamkeit, um einen großen Schaden zu verursachen. Und ein folgenschweres Unglück ist schnell passiert: wer hat nicht schon einmal in Eile trotz roter Ampel die Straße überquert, um den Bus noch zu erreichen. Geschieht dadurch ein Unfall, kommt die Haftpflicht für den Schaden auf.

Auch Personenschäden sind nicht selten: stößt man etwa als Fahrradfahrer mit einem anderen Radler zusammen und verletzt seinen Unfallgegner, zahlt man den Schaden aus eigener Tasche, wenn man keine Haftpflichtversicherung besitzt.

Kinder verursachen häufig Schäden
Besonders häufig sind Schäden durch Kinder, denn Kinder können die Folgen ihres Handelns noch nicht so gut abschätzen wie Erwachsene. Durch unbedachtes Spielen mit dem Feuerzeug kann das ganze Mietshaus niederbrennen, die Gebäudeversicherung des Hauseigentümers nimmt die Eltern des zündelnden Kindes dann in Regress.

Doch so groß muss der Schaden gar nicht sein - beim Fußballspielen auf der Straße landet so mancher Ball nicht im Netz, sondern in der Schaufensterscheibe des Geschäfts nebenan.

Der richtige Vertrag

Welchen Haftpflichtschutz brauche ich?
Der unfassende Schutz einer privaten Haftpflichtversicherung reicht für die Wechselfälle des täglichen Lebens in der Regel aus. Versichert sind Sie übrigens auch als Radfahrer, Skater und während der Ausübung typischer Freizeitsportarten. 

Bestimmte Fälle müssen jedoch gesondert versichert werden: für Autos, Motorräder, Mofas u.ä. ist eine Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Wenn Sie ein Segel- oder Motorboot besitzen, brauchen Sie eine Sportboot-Haftpflicht. Besitzer von Pferden, Hunden und anderen größeren Tieren schließen eine besondere Tierhalter-Haftpflichtversicherung ab.

Spezielle Haftpflicht für Vermieter und Bauherren
Als Besitzer eines Mehrfamilienhauses, Vermieter eines Einfamilienhauses oder Eigentümer eines unbebauten Grundstücks benötigen Sie eine gesonderte Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung.

Bei kleineren Bauvorhaben bis zu einer veranschlagten Summe von in der Regel 50.000 Euro sind Schäden, die im Zusammenhang mit der Bautätigkeit entstehen, durch die Privathaftpflicht des Bauherren abgedeckt. Für größere Bauten ist der Abschluss einer eigenen Bauherren-Haftpflichtversicherung erforderlich.


Bestehenden Vertrag vergleichen

Vergleichen Sie in wenigen Schritten Ihren bestehenden Vertrag mit anderen aktuellen Tarifen


Privathaftpflicht online Vergleichsrechner - Beitrag berechnen!

Berechnen Sie in wenigen Schritten Ihren individuellen Tarif zur Privaten Haftpflicht


Was Spaß macht: Drohnen im Anflug

Was Spaß macht: Drohnen im Anflug

Sie sind flink, bringen Spaß und werden in diesem Jahr unter manchem Tannenbaum landen. Fern­gesteuerte Multicopter, umgangs­sprach­lich auch zivile Drohnen genannt, erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) gibt es in Deutschland aktuell ungefähr 400.000 Drohnen; 300.000 werden privat genutzt, 100.000 gewerblich. Bis 2020 sollen es laut DFS voraussichtlich über eine Million unbemannte Fluggeräte sein. Brauch­bare Modelle gibt es bereits für deutlich weniger als 100 Euro. Am weitesten verbreitet sind Quadrocopter, die von vier Rotoren angetrieben werden.

Wird eine Drohne nur zum Spaß genutzt, etwa beim Sport oder in der Freizeit, gelten die gesetzlichen Regelungen für Flugmodelle. Dann ist keine Erlaubnis erforderlich, vorausgesetzt, das Flugmodell wird mit einem Elektromotor angetrieben und wiegt nicht mehr als fünf Kilogramm. Einschränkungen gelten für Naturschutzgebiete, bei größeren Menschenansammlungen, über Fernstraßen oder Eisenbahnlinien. Auch militärisches Gebiet, Gefängnisse, Kraftwerke und Flughäfen sind tabu. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden. In Großstädten gelten oft großflächige Flugverbote, zum Beispiel in Dort­mund, Dresden, Düssel­dorf, Frank­furt, Hannover, Köln und Leipzig. Besonders streng sind die Regelungen in den Stadt­staaten Berlin, Bremen und Hamburg.

Manchmal aber wird aus dem Flugspaß schnell Ernst. Wenn eine Drohne anderen einen Schaden zufügt, kommt dafür nicht immer die private Haftpflichtversicherung auf. Gerade ältere Verträge bieten hier nur lückenhaften Schutz. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte deshalb noch vor dem Start seinen Versicherungsvertrag prüfen und bei Bedarf aktualisieren (lassen).


Trennung vom Partner – und die Versicherungen?

Nach einer Trennung vom Lebenspartner denkt man nicht gleich an die gemeinsamen Versicherungen – dennoch gibt es Wichtiges zu beachten. Häufig ist einer der früheren Partner beispielsweise in der Privathaftpflicht des andern mitversichert. Die Mitversicherung in der Haftpflicht endet bei Eheleuten mit einer rechtskräftigen Scheidung, bei unverheirateten Lebenspartnern schon dann, wenn der od... [ mehr ]


Private Haftpflichtversicherung in Herford

Wir erstellen Ihnen gerne ein Vergleichsangebot.


Haftpflicht: Wie Sie Ihr Kind richtig versichern

Haftpflicht: Wie Sie Ihr Kind richtig versichernDer kleine Paul tobt ausgelassen mit seiner Schwester und plötzlich fällt die teure Vase vom Tisch. Ärgerlich genug, doch wenn das Missgeschick nicht im eigenen Zuhause, sondern in dem von Verwandten, Nachbarn oder Freunden geschieht, muss der Schaden ersetzt werden. Doch ob die elterliche Haftpflichtversicherung überhaupt für den Schaden aufkommt, den Paul verursacht hat, hängt insbesondere von der Frage ab, wie alt er ist. Denn bis zum Alter von sieben Jahren gelten Kinder als deliktunfähig, im Straßenverkehr sogar bis zu einem Alter von zehn Jahren. Das bedeutet, dass sie unterhalb dieser Altersgrenzen nicht für Schäden haftbar gemacht werden können. Damit würde auch ein Versicherer eventuelle Forderungen seitens eines Geschädigten abwehren.

Streitpunkt Aufsichtspflicht 

Die Eltern selbst haften nur bei einer Verletzung ihrer Aufsichtspflicht. Wie stark ein Kind beaufsichtigt werden muss, hängt jedoch sehr vom Alter und seinem individuellen Entwicklungsstand ab. Immer wieder müssen sich daher Gerichte mit dieser Frage beschäftigen. So urteilte etwa 2008 das Landgericht Coburg (Az. 33 S 66/08), dass ein Sieben- oder Achtjähriger sich durchaus unter gewissen Voraussetzungen unbeaufsichtigt im Straßenverkehr bewegen kann. In dem Fall war ein Junge dieses Alters in der Nähe der elterlichen Wohnung gegen die geöffnete Tür eines Autos gefahren. Den Schaden in Höhe von 1.100 Euro versuchte der Fahrzeughalter von den Eltern erstattet zu bekommen. Diese hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt, argumentierte er. Dem folgten die Richter jedoch nicht.

Deliktunfähige Kinder mitversichern

Eltern kann das alles schnell in unangenehme Situationen bringen. Wollen sie diese vermeiden, sollten sie daher darauf achten, dass in ihrer Privat-Haftpflichtversicherung Schäden durch „deliktunfähige Kinder“ abgesichert sind. So kommen sie auch mit Kindern unter 7 Jahren in den Genuss des vollen Versicherungsschutzes und müssen keine Kosten aus eigener Tasche zahlen. In Familienversicherungen ist das oft der Fall. Ein genauerer Blick in die Versicherungsbedingungen lohnt daher. Grundsätzlich sind Kinder in der privaten Haftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert, bis sie ihre erste Ausbildung (Lehre oder Studium) abgeschlossen haben. Das schließt auch eine Wartezeit bis zu einem Jahr zwischen Schule und Berufsausbildung mit ein. Sollte der Nachwuchs seine Ausbildung abbrechen und nahtlos in eine andere, eventuell auch ein Studium, wechseln, bleibt der Versicherungsschutz ebenfalls bestehen. Tipp: Die Haftpflichtversicherung unterscheidet nicht, ob das mitversicherte Kind, das leibliche Kind ist oder nicht. Auch Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflegekinder sowie Enkelkinder, wenn diese im Haushalt der Großeltern leben, sind mitversichert

Haftpflicht und Kinder: Worauf Eltern beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung achten sollten

Haftpflicht und Kinder: Worauf Eltern beim Abschluss einer Haftpflichtversicherung achten solltenDiese Vorstellung lässt viele Eltern die Hände über den Kopf zusammenschlagen: Das Kind stößt versehentlich ein Glas mit Kirschsaft um und ruiniert den neuen und vor allem teuren Teppich der Oma. Auch der viel zitierte Fußball in der Glasscheibe der Nachbarn ist ein Horrorszenario. Umso wichtiger also, dass Schäden durch Kinder in der Haftpflichtversicherung abgesichert sind. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten: Denn Kinder unter 7 Jahren können für ihre Taten noch nicht belangt werden. Sie können die Folgen ihres Tuns nicht so abschätzen, wie es Jugendliche oder Erwachsene können. In Sachen Straßenverkehr gilt diese sogenannte Deliktunfähigkeit sogar bis zum Alter von 10 Jahren, wenn der Schaden nicht vorsätzlich herbeigeführt wurde. Das regelt der Paragraf 828 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Um sich und seine Familie vor den finanziellen Folgen einer Schadenersatzforderung zu schützen, gibt es die Privathaftpflichtversicherung. Insbesondere Eltern schließen sie gern ab, um sich vor den eingangs erwähnten Missgeschicken abzusichern. Doch die Haftpflichtversicherung muss nicht in jedem Fall einspringen, denn sie hat zunächst die Aufgabe zu prüfen, ob die Forderung des Geschädigten überhaupt Bestand hat. Danach muss sie unberechtigte Ansprüche abwehren und erst anschließend kommt sie der Forderung aufgrund berechtigter Ansprüche nach. Das bedeutet, fällt das Glas mit dem roten Saft auf den hellen Perserteppich und ruiniert ihn, möchten die Eltern gern, dass die Versicherung die Kosten übernimmt. Doch, wenn das Kind noch nicht 7 Jahre alt ist, besteht keine Pflicht zum Schadenersatz. Und sind die Eltern ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen oder ist sie, wie in diesem Beispiel, auf die Oma übergegangen, haften sie mangels Verschulden ebenfalls nicht. Die Oma hätte dem Kind besser Wasser statt Saft zum Trinken gegeben, oder eine andere Vorsichtsmaßnahme getroffen, damit keine Flecken die Neuanschaffung zerstören können. Sind Mutter oder Vater ihrer Aufsichtspflicht dagegen nicht nachgekommen, wären sie aufgrund dieser Tatsache verantwortlich für den Schaden. Die Haftpflichtversicherung würde in diesem Fall für den entstandenen Schaden aufkommen. Viele Eltern sehen sich allerdings moralisch in der Verantwortung, den entstandenen Schaden zu ersetzen. Das haben auch die Versicherer erkannt. Als Reaktion haben viele Schäden von deliktunfähigen Kindern, meist mit einer Begrenzung der Schadensumme, beitragsfrei eingeschlossen. Auch andere deliktunfähige Personen, wie Behinderte oder Senioren, können bei einigen Angeboten unter diesen Schutz fallen. Ältere Kinder sind, wenn es sich um einen Familientarif handelt, bis zur Volljährigkeit mitversichert. Die Ausnahme: Das minderjährige Kind heiratet. Auch nach dem 18. Lebensjahr kann das Kind weiter über die Eltern versichert werden, wenn es weiterhin zur Schule geht, die erste Berufsausbildung oder das erste Studium absolviert oder nach der Schule noch nicht mit einer Ausbildung oder dem Studium beginnt.

Impressum · Rechtliche Hinweise · Datenschutz · Erstinformation · Beschwerden · Cookies
Beratungsbüro Joël Versicherungsmakler aus Herford. Beratung und Vermittlung von Versicherungen. hat 4,95 von 5 Sternen 227 Bewertungen auf ProvenExpert.com
 
Schließen
loading

Video wird geladen...